Wie war also mein erstes Jahr als digitale Nomadin?

Wie war denn nun mein erstes Jahr als digitale Nomadin?

Die Euphorie vom Anfang wechselte über zu, naja, sagen wir Frustration in der Mitte. Aber keine Sorge, ich bin wieder bei Euphorie angekommen. Mein erstes Jahr als digitale Nomadin war eine Achterbahnfahrt voller Erfahrungen und Emotionen, aber wer würde denn bitte annehmen, dass am Anfang alles einfach ist?

Freelancer am Anfang…

Ein erfolgreiches Unternehmen auf die Beine stellen, das mir erlaubt überall zu reisen – das war mein Ziel für mein digitalen Nomadenleben.

Um mir am Anfang schnelles Geld zu verdienen, startete ich mit den „Pfennig-Jobs“ auf Upwork. Ich war überaus davon überzeugt, dass alles klappen wird als ich meine ersten beiden langfristigen Klienten ergaunerte. Ich lag noch nie in meinem Leben so daneben.

Als ich vor genau einem Jahr in das Flugzeug nach Hawaii stieg, hatte ich eine Menge Übersetzungsarbeit im Gepäck. Es brachte mir eine gute Menge Geld, allerdings für viele Stunden Arbeit.

Blick über Berlin von meinen Flieger Richtung digitales Nomadentum
Tschüss Berlin – Das erste Jahr als digitale Nomadin

Die Euphorie vom Anfang blieb nicht lange bestehen. Als ich realisierte, dass ich von Rechnung zu Rechnung lebte, saßen wir auch schon mit meinen Liebsten in Bali und feierten Weihnachten. Klingt im ersten Augenblick nicht gar nicht so schlecht in Bali zu sitzen, aber an dieser Stelle trafen mich meine finanziellen Probleme bereits schwer.

Währenddessen wir mit meinen Freunden in Indonesien reisten, schafften wir es kaum zu arbeiten. Das ständige Wechseln der Unterkunft und das „Feiertags-Tief“  brachten nicht genügend Geld ein, um meine Ausgaben zu decken. Ich wusste, dass sich etwas ändern muss.

Neue Projekte zur Verbesserung der Lage

Nach Bali ging es mit dem günstigsten Flieger nach Malaysia. Es stellte sich als perfektes Umfeld heraus, um an Freelance-Jobs und neuen Projekte zu arbeiten. Wir haben zwar nicht so viel in den 4 Monaten gesehen, jedoch konnte ich mich auch mal wieder mit meinen Blog beschäftigen – Das USA Road Trip Special lief zu der Zeit.

Mein Freund und ich starteten unser erstes gemeinsames Projekt, das auf Facebook-Werbung basierte. Also bastelten wir an unserem Online Shop und waren begeistert als wir unsere ersten Verkäufe in den ersten Wochen erzielten. Leider gingen die Verkaufszahlen gleich wieder runter als Facebook ein Update veröffentlichte. Da wir das ganze System nicht wirklich knacken konnten, haben wir den Shop ad acta gelegt und ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Mit dem Shop war eine Menge Arbeit verbunden und eigentlich wollte ich weniger als 10 Stunden am Tag arbeiten mit mehr Geld auf dem Konto.

Sonnenuntergang am Strand in Langkawi (Malaysia) in meinem ersten Jahr als digitale Nomadin
Das erste Jahr als digitale Nomadin war nicht immer schlecht

Selbstfindungstrip in die Heimat

Nach ein paar arbeitsintensiven Monaten, wollte ich für ein paar Familien-Events zurück nach Hause. Ich genoss die Zeit mit meiner Familien und meinen Freunden. Weit weg von seinen Liebsten zu sein ist übrigens das schwierigste am digitalen Nomadenleben. Wie sehr ich die Zeit auch mochte, verbrachte ich eine Menge Zeit damit nicht zu arbeiten, was in weniger Geld endete.

In dieser Zeit brodelte es immer mehr in mir auf: Ich war enttäuscht von mir, dass ich immer noch Übersetzerin bin anstatt erfolgreiche Unternehmerin.

Also kam ich zur Schlussfolgerung, dass ich einen Dropshipping Shop mit meinem Freund eröffnen möchte. Er wollte die ganze Zeit einen zweiten Shop eröffnen und mit meinem Interesse war er hochmotiviert. Ich war mir sicher, dass es mehr passives Einkommen einbringen wird. Also versuchte ich so viel Zeit wie möglich frei zu räumen, um die Webseite aufzubauen und Produkte hochzuladen.

Bye-bye Übersetzungsjob

An einem Tag in Rumänien kündigte ich von jetzt auf gleich meinen Übersetzungsjob. Na gut, ich bin das Szenario lange in meinem Kopf durchgegangen. Ich hatte Angst zu kündigen, da es 80-90% meines Einkommens ausmachte. Nur war die Bezahlung nicht unbedingt fair und ich war nicht mehr glücklich mit der Situation. Auch wenn ich meine Bedenken hatte, wusste ich, dass ich den Schritt wagen müsste, um endlich erfolgreich zu werden. Raus aus dem Hamsterrad! Und was soll ich sagen? Ich habe mich nie befreiter gefühlt.

Küste in Montenegro während meines ersten Jahres als digitale Nomadin
Montenegro inspiriert mich jeden Tag

Neue Strategie fürs nächste Jahr als digitale Nomadin

Jetzt lege ich meinen Fokus auf langfristige, passive Einkommensprojekte und besser bezahlte Jobs. Meine Euphorie vom Anfang ist zurück und ich kann wieder jeden Tag genießen.

Mein erstes Jahr als digitale Nomadin mag zwar hart gewesen sein, aber ich bereue nicht den Sprung ins Eiskalte gewagt zu haben. Ich sitze hier in Montenegro, erkunde dieses wundervolle Land und kann gleichzeitig arbeiten – das kann man nur mit diesem Lifestyle und ich schätze es ungemein. Ich liebe es zu reisen und ich liebe es zu arbeiten, wo ich möchte.

Signature of Nate the Nomad  

Wela ka hao – Lebe ein zügelloses Leben!

Du fragst dich, wer hier schreibt?

Die Frau hinter Unbridled

Abenteuerin, digitale Nomadin und Freiheits-Suchti – dafür steht Nate the Nomad!

Wohnung geündigt und Hab & Gut verkauft. Bepackt mit einem großen Rucksack bin ich nun auf der Suche nach dem schönsten Fleckchen auf dieser Erde!

Ein freies, ungezwungenes und ortsunabhängiges Leben – Das ist mein Traum und mein Ziel!

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